Morning Briefing

January 13, 2026

FX / G10 & EM

  • Der DXY arbeitet sich weiter nach oben Richtung 99,00. Die anhaltende Schwäche im JPY stützt den Greenback und hilft, einen Teil der Verluste aus der Montags-Session wieder aufzuholen – nachdem Sorgen über die Unabhängigkeit der Fed kurzfristig Druck erzeugt hatten.
  • EUR/USD rutscht weiter leicht ab und markiert ein Tief bei 1,1656. Insgesamt bleibt das Paar aber in engen Spannen, da der Markt klar auf den US-CPI wartet.
  • GBP/USD pendelt extrem ruhig in einer engen 13-Pip-Range zwischen 1,3463 und 1,3477. Die BRC Retail Sales fielen leicht auf 1,0% YoY (von 1,2%), doch der Markt reagierte kaum – Cable bleibt im Wartemodus.
  • USD/JPY zeigte zunächst Schwäche nach Aussagen von Japans Finanzminister Katayama: Demnach teile US-Finanzminister Bessent die Sorgen über den schwachen Yen – ein Signal, dass Intervention wieder stärker diskutiert wird. Doch anschließend drehte das Paar wieder nach oben und stieg bis 158,50. Ein möglicher Grund: Spekulationen, dass Premierministerin Takaichi das Parlament auflösen könnte – das politische Thema wirkt aktuell als zusätzlicher Preistreiber.
  • Die Antipodeans bleiben die relativen Gewinner: NZD/USD und AUD/USD legen jeweils rund +0,1% zu. Interessant: Beide High-Beta-Währungen laufen weiter stark mit Gold (XAU) mit, obwohl das Edelmetall heute leicht -0,2% nachgibt.
  • CNH zeigte moderate Schwäche, nachdem das CNY-Fixing schwächer ausfiel als erwartet (der Markt hatte mit einem stärkeren Fix gerechnet).

Aktien / Asia-Pac & Futures

  • Asien-Pazifik-Aktien setzen die Gewinne vom Montag fort – die Region ist komplett im Plus.
  • Der ASX 200 startete stark mit +0,4%, baute die Gewinne aus und handelt aktuell nahe der Tageshochs bei 8835. Rückenwind kommt u.a. von Rohstoffwerten: Gold notiert weiter nahe Rekordniveaus, was besonders den Sektor Metals & Mining (+2,0%) antreibt.
  • Der Nikkei 225 kehrte nach dem Feiertag mit einem Gap nach oben zurück und eröffnete zeitweise mit Gewinnen von bis zu +3,7% – inklusive neuer Allzeithochs. Treiber: schwacher Yen und zunehmende Spekulationen über eine mögliche Parlamentsauflösung durch PM Takaichi. Japanische Medien berichten, dass die LDP die hohen Zustimmungswerte Takaichis taktisch nutzen will.
  • Der KOSPI eröffnete ebenfalls auf Allzeithochs, pendelte zunächst oben und markierte ein Hoch bei 4681, bevor leichte Gewinnmitnahmen einsetzten. Dennoch bleibt der Index klar im grünen Bereich.
  • Hang Seng und Shanghai Composite starteten im Einklang mit dem positiven Sentiment. Der Hang Seng zieht deutlich an – unterstützt durch eine Rally in Gigadevice (3986 HK) +53%. Der Shanghai Composite ist der Nachzügler in der Region und kommt nur auf rund +0,2%.
  • US Equity Futures geben leicht nach und entfernen sich von ihren Allzeithochs. Die Verluste werden vor allem von Big Tech getragen (NQ -0,4%), während die S&P 500 Futures zurück Richtung 7000 laufen.
  • Europäische Futures deuten auf einen freundlichen Start hin: Der Euro Stoxx 50 Future +0,3%, nachdem der Kassamarkt am Montag bereits +0,3% schließen konnte.

Kurzfazit

Der Markt bleibt im Risk-On-Modus, vor allem in Asien. Japan sticht heraus: Nikkei auf neuen Rekorden, getrieben von FX-Rückenwind (schwacher Yen) und politischer Fantasie. Gleichzeitig bleibt FX insgesamt im Wartemodus vor US-CPI, während US-Futures leicht konsolidieren – insbesondere Tech.

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