Morning Briefing

January 12, 2026

Makro / USD

Der US-Dollar (DXY) startet schwach in die Woche und fällt von 99,25 auf 98,85. Auslöser ist eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Chef Powell im Zusammenhang mit Renovierungsprojekten der Fed-Zentrale. Der Vorgang erhöht den politischen Druck auf die Unabhängigkeit der Fed und wird als potenzieller Versuch gewertet, Powell aus dem Amt zu drängen – trotz öffentlicher Dementis des Weißen Hauses.

FX

  • EUR/USD & GBP/USD jeweils rund +0,2 %, getrieben durch Dollar-Schwäche nach der Abwärtsbewegung der Vorwoche. EURUSD Bullen haben genau in der Kaufzone das “Narrativ” gekauft.
  • USD/JPY volatil: Ausbruch über 158,00 (Interventionszone) in der Asien-Session, anschließend Risk-off-getriebener Rücksetzer bis 157,52. Aktuell stabilisiert bei ~157,96.
  • AUD & NZD profitieren von der Stärke bei Metallen; NZD outperformt leicht.

Aktien – Asien / Futures

  • Asien-Pazifik durchweg positiv.
    • KOSPI +1,2 %, getrieben von Bau- und Maschinenwerten.
    • ASX 200 zeitweise +0,7 %, Goldsektor stärkster Performer trotz Rücksetzer bei Spot-Gold.
    • Hang Seng & Shanghai moderat positiv.
  • US-Futures unter Druck (ES -0,5 %, NQ -0,8 %) wegen der Powell-Thematik.
  • Europa-Futures weitgehend unverändert nach starkem Wochenschluss am Freitag.

Zinsen

Treasury-Märkte bleiben ruhig. Enge Handelsspannen und eine weiter versteilernde Kurve sprechen gegen akuten Stress im Finanzsystem. Der Markt wartet auf Inflationsimpulse – nicht auf Wachstumsdaten – als nächsten Richtungsgeber.

Volatilität

  • VIX bleibt unter 16 → weiterhin investierbares Umfeld.
  • Starke Kompression der Volatilitätsspanne deutet auf rückläufige Vol-of-Vol.
  • Kurzfristige SPX-Volatilität sprang an, trotz erwarteter systematischer Aktienkäufe (~20 Mrd. USD).

Rohstoffe

  • Edelmetalle fest: Gold nahe Hochs, Silber & Palladium mit deutlichen Wochengewinnen.
  • Energie: Fokus auf Venezuela – De-Sanktionierungstendenzen, steigende US-Venezuela-Kooperation.
  • Agrar: Anhaltende Disinflation, selektive Short-Setups bleiben relevant.

Geopolitik (Kurzfassung)

  • Iran: USA prüfen militärische und nicht-militärische Optionen; Rhetorik verschärft sich, direkte Eskalation bislang begrenzt.
  • Ukraine/Russland: Angriffe auf Energie- und Hafeninfrastruktur; EU erhöht Sanktionsdruck.
  • Venezuela: Klarer geopolitischer Pivot – Ölflüsse, Refining und Investitionen im Fokus.
  • Grönland / Arktis: Zunehmende Spannungen, sicherheitspolitisch relevant für NATO.

Daten – Rückblick

  • US-Arbeitsmarkt schwächer, aber nicht kollabierend.
  • Lohnwachstum stabil, Inflationserwartungen leicht höher.
  • Konsum- und Housing-Daten gemischt, kein klares Stresssignal.

Markt-Takeaway

  • USD unter politischem Druck, kurzfristig anfällig.
  • Risk Assets bleiben grundsätzlich unterstützt, aber headline-sensitiv.
  • Volatilität niedrig, Positionierung entscheidender als Narrative.
  • Diese Woche: CPI im Fokus – Inflationsüberraschungen bleiben der Schlüssel.

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