Makro / USD
Der US-Dollar (DXY) startet schwach in die Woche und fällt von 99,25 auf 98,85. Auslöser ist eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Chef Powell im Zusammenhang mit Renovierungsprojekten der Fed-Zentrale. Der Vorgang erhöht den politischen Druck auf die Unabhängigkeit der Fed und wird als potenzieller Versuch gewertet, Powell aus dem Amt zu drängen – trotz öffentlicher Dementis des Weißen Hauses.
FX
- EUR/USD & GBP/USD jeweils rund +0,2 %, getrieben durch Dollar-Schwäche nach der Abwärtsbewegung der Vorwoche. EURUSD Bullen haben genau in der Kaufzone das “Narrativ” gekauft.
- USD/JPY volatil: Ausbruch über 158,00 (Interventionszone) in der Asien-Session, anschließend Risk-off-getriebener Rücksetzer bis 157,52. Aktuell stabilisiert bei ~157,96.
- AUD & NZD profitieren von der Stärke bei Metallen; NZD outperformt leicht.
Aktien – Asien / Futures
- Asien-Pazifik durchweg positiv.
- KOSPI +1,2 %, getrieben von Bau- und Maschinenwerten.
- ASX 200 zeitweise +0,7 %, Goldsektor stärkster Performer trotz Rücksetzer bei Spot-Gold.
- Hang Seng & Shanghai moderat positiv.
- US-Futures unter Druck (ES -0,5 %, NQ -0,8 %) wegen der Powell-Thematik.
- Europa-Futures weitgehend unverändert nach starkem Wochenschluss am Freitag.
Zinsen
Treasury-Märkte bleiben ruhig. Enge Handelsspannen und eine weiter versteilernde Kurve sprechen gegen akuten Stress im Finanzsystem. Der Markt wartet auf Inflationsimpulse – nicht auf Wachstumsdaten – als nächsten Richtungsgeber.
Volatilität
- VIX bleibt unter 16 → weiterhin investierbares Umfeld.
- Starke Kompression der Volatilitätsspanne deutet auf rückläufige Vol-of-Vol.
- Kurzfristige SPX-Volatilität sprang an, trotz erwarteter systematischer Aktienkäufe (~20 Mrd. USD).
Rohstoffe
- Edelmetalle fest: Gold nahe Hochs, Silber & Palladium mit deutlichen Wochengewinnen.
- Energie: Fokus auf Venezuela – De-Sanktionierungstendenzen, steigende US-Venezuela-Kooperation.
- Agrar: Anhaltende Disinflation, selektive Short-Setups bleiben relevant.
Geopolitik (Kurzfassung)
- Iran: USA prüfen militärische und nicht-militärische Optionen; Rhetorik verschärft sich, direkte Eskalation bislang begrenzt.
- Ukraine/Russland: Angriffe auf Energie- und Hafeninfrastruktur; EU erhöht Sanktionsdruck.
- Venezuela: Klarer geopolitischer Pivot – Ölflüsse, Refining und Investitionen im Fokus.
- Grönland / Arktis: Zunehmende Spannungen, sicherheitspolitisch relevant für NATO.
Daten – Rückblick
- US-Arbeitsmarkt schwächer, aber nicht kollabierend.
- Lohnwachstum stabil, Inflationserwartungen leicht höher.
- Konsum- und Housing-Daten gemischt, kein klares Stresssignal.
Markt-Takeaway
- USD unter politischem Druck, kurzfristig anfällig.
- Risk Assets bleiben grundsätzlich unterstützt, aber headline-sensitiv.
- Volatilität niedrig, Positionierung entscheidender als Narrative.
- Diese Woche: CPI im Fokus – Inflationsüberraschungen bleiben der Schlüssel.









