Morning Briefing 13.03.2026

March 13, 2026

Die asiatischen Aktienmärkte handeln heute uneinheitlich, während die Märkte weiterhin stark von der geopolitischen Lage im Nahen Osten beeinflusst werden.

Besonders im Fokus steht der Energiemarkt: Ölpreise waren zuletzt zweistellig gestiegen, nachdem der neue iranische Oberste Führer bekräftigte, dass die Blockade der Straße von Hormus fortgesetzt werden soll. Gleichzeitig warnte Teheran, dass bei einer Eskalation des Krieges weitere Fronten eröffnet werden könnten.

Zusätzlich sorgte eine Meldung für Aufmerksamkeit, wonach US-Beamte laut NYT davon ausgehen, dass Iran begonnen hat, Minen in der Straße von Hormus zu verlegen – ein Schritt, der das Risiko für die globale Energieversorgung deutlich erhöhen würde.

Die Märkte reagieren entsprechend vorsichtig:

Australien (ASX 200)
Der Index konnte anfängliche Verluste wieder wettmachen und notiert leicht im Plus. Unterstützung kommt vor allem aus dem Finanz- und Energiesektor, während Minen- und Rohstoffwerte schwächer handeln.

Japan (Nikkei 225)
Der Nikkei gehört zu den schwächeren Märkten und verliert rund 1 %. Höhere Ölpreise und Inflationssorgen belasten besonders exportorientierte Branchen wie Technologie und Automobil. Zusätzlich sorgte Honda für Druck, nachdem das Unternehmen drei geplante Elektroauto-Projekte in Nordamerika gestrichen und seine Gewinnprognose massiv gesenkt hat.

China / Hongkong
Die chinesischen Märkte bewegen sich leicht im Minus und zeigen wenig Richtung. Anleger bleiben vorsichtig vor den geplanten Gesprächen zwischen US-Finanzminister Bessent, dem US-Handelsbeauftragten Greer und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng in Paris.

US-Futures
Die US-Aktienfutures liegen leicht im Plus, allerdings bleibt die Erholung begrenzt, da steigende Ölpreise und geopolitische Risiken die Risikobereitschaft dämpfen.

Europa
Die Futures auf den Euro Stoxx 50 signalisieren eine leicht positive Eröffnung, nachdem der europäische Markt am Vortag schwächer geschlossen hatte.

Rohstoffe

  • Öl konsolidiert leicht, nachdem die Preise zuvor stark gestiegen waren.
  • Gold steigt um rund 0,9 % und profitiert erneut von geopolitischer Unsicherheit.
  • Kupfer handelt etwas schwächer, da die Nachfrageerwartungen durch die vorsichtige Marktstimmung belastet werden.

Weitere Themen aus der Region

  • Die chinesische Zentralbank kündigte an, ihre lockere Geldpolitik fortzusetzen und bei Bedarf stärker gegen Konjunkturschwäche zu steuern.
  • Südkorea erwägt zusätzliche Fiskalausgaben im Zuge des Halbleiterbooms.
  • Gleichzeitig bereiten sich mehrere asiatische Länder auf mögliche Energiepreisschocks vor, etwa durch temporäre Preisdeckel für Treibstoffe.

Fazit

Die Märkte befinden sich aktuell in einer Phase erhöhter Unsicherheit. Die entscheidende Variable bleibt weiterhin der Energiemarkt:

Sollte die Lage rund um die Straße von Hormus weiter eskalieren, könnte dies nicht nur die Ölpreise, sondern auch Inflationserwartungen und Zinserwartungen weltweit erneut nach oben treiben.

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