US-Earnings-Saison
Zum Ende von Q4 erwartet FactSet weiterhin robustes, aber moderateres Gewinnwachstum.
- S&P-500-Gewinne: +8,3 % YoY (10. Quartal in Folge mit Wachstum)
- Umsätze: +7,6 % YoY – eines der stärksten Umsatzwachstumsmuster seit 2022
- Schätzungen wurden im Quartalsverlauf angehoben – untypisch und ein Zeichen stabiler Nachfrage sowie weniger negativer Unternehmensguidance.
Sektorbild
- Technologie führt Gewinn- und Umsatzwachstum an (Halbleiter, Software)
- Materialien ebenfalls stark
- Kommunikationsdienste & Gesundheit mit solidem Umsatzwachstum
- Konsum zyklisch schwächster Sektor (Autos, langlebige Konsumgüter)
- Energie unter Druck durch niedrigere Ölpreise
Finanzen starten diese Woche in die Berichtssaison. Erwartet werden:
- stabile Kreditqualität
- robuste Nettozinsmargen
- anhaltend starke Kapitalmarktaktivität
Berichte u. a. von JPM, BK, BAC, WFC, C, BLK, GS, MS.
US-CPI (Dienstag)
Wells Fargo rechnet mit einer monatlichen Beschleunigung nach dem ungewöhnlich schwachen November:
- Headline CPI: +0,35 % M/M | 2,7 % Y/Y
- Core CPI: +0,36 % M/M | 2,8 % Y/Y
Die Großbanken erwarten nach den schwachen Novemberdaten kurzfristig eine Inflationsbeschleunigung – nachvollziehbar aufgrund von Basiseffekten. Ich bereite mich jedoch auf eine erneute Verlangsamung vor. Wie bereits im Dezember kommt der disinflationäre Impuls primär aus dem Energiesektor. Der starke Rückgang im November war eine 3-Sigma-Negativüberraschung – statistisch extrem selten – und erklärt die aktuelle Nervosität, ohne den übergeordneten Trend zu drehen. Der Markt preist weiterhin zu hohe Inflation und weniger Fed-Senkungen ein. Sollte sich die Disinflation bestätigen, entsteht Raum für eine kurzfristige „Markt liegt falsch“-Rally, auch wenn die Fed dadurch nicht sofort handelt.
China – Handelsbilanz (Mittwoch)
Nach einem historischen Jahr dürfte der Dezember die Stärke bestätigen:
- Exporte: +3,0 % YoY (nach 5,9 %)
- Importe: +1,6 % YoY
- Dezember-Überschuss: ~USD 118,9 Mrd.
- 2025 gesamt: nahe USD 1,2 Bio.
Abschwächung bei Exporten reflektiert Front-Loading, nicht Nachfrageschwäche.
US-Einzelhandelsumsätze (Mittwoch)
Bank of America signalisiert abflachende, aber solide Konsumdynamik:
- Ausgaben pro Haushalt: flach M/M
- Kartenumsätze: +1,3 % YoY (langsamer als Oktober)
- Frühere Rabattkäufe dämpften Black-Friday-/Cyber-Monday-Impulse
Verteilungseffekt:
- Höhere Einkommen: +2,6 % YoY Ausgaben | +4,0 % YoY Nachsteuer-Löhne
- Niedrigere Einkommen: +0,6 % YoY Ausgaben | +1,4 % YoY Löhne
BNPL-Nutzung steigt leicht, bleibt aber begrenzt.
UK-BIP (Mittwoch)
Nach dem schwachen Oktober (-0,1 % M/M) erwartet die BoE für Q4 Nullwachstum.
Das November-Datum dürfte nur begrenzte Marktwirkung haben, da Budget-Unsicherheit Investitionen und Nachfrage verzerrte. Eine umfassendere Einordnung folgt im Februar-MPR.
Ich bin bärisch für die UK – Makrotechnisch – Aber FTSE100 feiert ATH – What to do – Es ist wichtig, was die Preise sagen und nicht was ich erwarte, dass passieren sollte.









