Marktstimmung
Die asiatischen Aktienmärkte schlossen zum Monatsende insgesamt höher, allerdings mit uneinheitlicher und volatiler Kursentwicklung. Belastend wirkte die schwache US-Vorlage, insbesondere aufgrund erneuter Schwäche im Technologiesektor. Gleichzeitig verarbeiteten Marktteilnehmer die US-Iran-Gespräche in Genf, die zwar konstruktiv verliefen, jedoch ohne endgültige Einigung endeten.
Europäische Aktienfutures signalisieren einen ruhigen Handelsstart. Euro Stoxx 50 Futures handeln unverändert, nachdem der Kassamarkt am Donnerstag 0,2 % schwächer schloss.
USA – Rückblick
Die US-Aktienmärkte entwickelten sich uneinheitlich mit klarer Schwäche im Technologiesektor:
- S&P 500: −0,54 % bei 6.909
- Nasdaq 100: −1,16 % bei 25.034
- Dow Jones: +0,03 % bei 49.499
- Russell 2000: +0,52 % bei 2.677
Trotz positiver Quartalszahlen konnte die Aktie von NVIDIA ihre Gewinne nicht halten, was insbesondere Hardware-Werte belastete. Softwaretitel zeigten relative Stärke.
Zusätzliche Unsicherheit entstand durch Berichte über stockende Vorbereitungen eines möglichen Trump-Xi-Treffens sowie geopolitische Schlagzeilen rund um Iran.
Fed-Vertreter Austan Goolsbee erklärte, dass Zinssenkungen grundsätzlich möglich seien, warnte jedoch vor einem zu frühen Vorgehen, solange sich die Inflation nicht deutlicher abschwächt.
Asien
Japan:
Gemischte Wirtschaftsdaten:
- Industrieproduktion unter Erwartungen
- Einzelhandelsumsätze stärker als prognostiziert
- Tokio-Inflation leicht höher als erwartet, aber insgesamt rückläufig
Der Nikkei zeigte sich richtungslos bei gleichzeitig festerem Yen.
China:
Das Politbüro signalisierte weiterhin Unterstützung durch:
- aktivere Fiskalpolitik
- moderat lockere Geldpolitik
- stärkere Förderung der Binnenwirtschaft
Die People’s Bank of China senkte die FX-Risiko-Reservequote für Forward-FX-Verkäufe von 20 % auf 0 %, um den Devisenmarkt zu unterstützen und Unternehmen beim Währungsrisikomanagement zu helfen. Der Yuan geriet daraufhin unter Abwertungsdruck.
Geopolitik
USA – Iran:
Die Gespräche in Genf wurden als ernsthaft und konstruktiv beschrieben. Technische Verhandlungen sollen ab Montag in Wien fortgesetzt werden. US-Präsident Donald Trump berät derzeit mit Sicherheitsberatern über das weitere Vorgehen, wobei sowohl diplomatische als auch militärische Optionen diskutiert werden.
Russland – Ukraine:
Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte mögliche trilaterale Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten Anfang März an.
Devisenmarkt
- DXY leicht schwächer in ruhigem Handel
- EUR/USD stabil um 1,18 vor europäischen Inflationsdaten
- GBP/USD nahe 1,35 nach schwachem britischem Verbrauchervertrauen
- USD/JPY rückläufig nach japanischen Inflationsdaten
- AUD und NZD mit moderater Erholung, begrenzt durch Yuan-Schwäche
Fixed Income
- US-Treasuries setzen Gewinne fort nach solider Auktion und defensiver Marktstimmung
- Bund-Futures fester nahe 130 vor wichtigen deutschen Daten
- JGB-Futures stabilisieren sich nach Inflationsveröffentlichungen
Rohstoffe
- Öl handelt seitwärts nach starken Schwankungen rund um Iran-Schlagzeilen
- Gold bewegt sich stabil nahe 5.200 USD
- Kupfer ohne klare Richtung
- Bitcoin steigt wieder über 68.000 USD
Daten und Termine heute
- Deutsche Importpreise
- Verbraucherpreise Deutschland, Frankreich und Spanien
- Deutsche Arbeitslosenquote
- Kanadisches BIP
- US Produzentenpreise (PPI)
- Rede von BoE-Mitglied Pill
- Unternehmenszahlen u. a. von BASF
Einordnung
Die Marktstruktur bleibt kurzfristig defensiv geprägt:
- anhaltende Tech-Schwäche in den USA
- geopolitische Unsicherheit als Volatilitätstreiber
- Inflationsdaten als zentraler Makro-Katalysator zum Monatsende
Fokus liegt heute weniger auf Trendbewegungen, sondern auf Datenreaktionen und Positionsanpassungen zum Monatsultimo.








