Morning Briefing Europa 13.03.2026

March 13, 2026

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich überwiegend zurückhaltend, nachdem der starke Anstieg der Ölpreise die Risikostimmung belastet. Brent-Öl notiert wieder über 100 Dollar pro Barrel, nachdem der neue iranische Oberste Führer erneut bekräftigte, dass die Straße von Hormus blockiert bleiben soll, solange der Konflikt anhält.

Die geopolitische Lage bleibt damit der zentrale Treiber für die Märkte. Aus Washington heißt es, dass der Krieg ursprünglich auf vier bis fünf Wochen angelegt war, möglicherweise aber bereits in etwa zwei Wochen enden könnte, wobei die endgültige Entscheidung laut US-Beamten bei Präsident Trump liegt. Gleichzeitig wird über eine mögliche internationale Koalition zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus diskutiert.

An den Aktienmärkten führte der Ölpreissprung zu einer klassischen Risk-Off-Bewegung. In den USA schlossen die großen Indizes deutlich schwächer: Der S&P 500 verlor rund 1,5 %, der Nasdaq etwa 1,7 %. Gewinner waren vor allem Energiesektor sowie defensive Bereiche wie Versorger und Basiskonsum, während der breite Markt unter Druck stand.

Der Grund dafür liegt in der inflationären Wirkung steigender Energiepreise. Höheres Öl erhöht die Inflationserwartungen und führt dazu, dass Anleger Zinssenkungen der US-Notenbank weniger stark einpreisen. Am Terminmarkt wird eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr derzeit nicht mehr vollständig erwartet.

In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild.
Der ASX 200 in Australien bewegte sich weitgehend seitwärts, wobei Energie- und Finanzwerte die Verluste im Rohstoffsektor ausglichen.

Der Nikkei 225 in Japan entwickelte sich schwächer, da steigende Ölpreise und Inflationssorgen besonders exportorientierte Branchen wie Technologie und Automobil belasten. Zusätzlichen Druck brachte Honda, nachdem der Konzern mehrere Elektroauto-Projekte gestrichen und seine Prognose drastisch gesenkt hat.

Die Märkte in Hongkong und China handelten weitgehend richtungslos. Anleger warten auf Gespräche zwischen US-Finanzminister Bessent, dem US-Handelsbeauftragten Greer und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng, die am Wochenende in Paris beginnen sollen.

Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar stark, nachdem steigende Renditen und höhere Ölpreise zu einem Rückgang der Zinssenkungserwartungen geführt haben. Der Euro fiel zeitweise in Richtung 1,15 zum Dollar, während USD/JPY von den höheren US-Renditen unterstützt wird.

Am Anleihemarkt standen Staatsanleihen unter Druck. Die Renditen stiegen erneut, da der Ölpreisanstieg die Inflationssorgen verstärkt und damit Zinssenkungen unwahrscheinlicher erscheinen lässt.

Bei den Rohstoffen konsolidierte Öl nach dem starken Anstieg zunächst etwas. Gleichzeitig stützt die geopolitische Unsicherheit weiterhin Gold, während Kupfer schwächer tendiert, da die Nachfrageerwartungen durch die vorsichtige Marktstimmung belastet werden.

Neben der Geopolitik sorgt auch die Handelspolitik für Aufmerksamkeit. Die US-Regierung hat 60 neue Untersuchungen nach Section 301 eingeleitet, die sich auf mögliche Verstöße im Zusammenhang mit Zwangsarbeit beziehen. China kritisierte diese Maßnahmen und bezeichnete sie als Verstoß gegen WTO-Regeln.

Heute richtet sich der Blick der Märkte vor allem auf wichtige Konjunkturdaten. In den USA stehen unter anderem der Core-PCE-Preisindex, die bevorzugte Inflationskennzahl der Federal Reserve, sowie Konsumdaten und die Verbraucherstimmung der Universität Michigan im Fokus. Diese Daten könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Erwartungen an die US-Geldpolitik weiter entwickeln.

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