⢠US-Aktien erhielten spät im Handel UnterstĂźtzung, nachdem US-Präsident Trump erklärte, der Krieg kĂśnnte bald beendet sein. Er sagte, der Konflikt sei âim Grunde praktisch entschiedenâ, da Iran keine Marine, keine Kommunikationsstruktur und keine Luftwaffe mehr habe. Zudem liege man deutlich vor dem ursprĂźnglichen Zeitplan von vier bis fĂźnf Wochen.
⢠Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten hingegen, dass kein einziger Liter Ăl aus der Region exportiert werden wird, falls die Angriffe der USA und Israels weitergehen. Sie betonten auĂerdem, dass Iran bestimmen werde, wann und wie der Krieg endet, und bezeichneten Trumps Aussagen als âUnsinnâ.
⢠Asiatische Aktienmärkte stiegen, nachdem sich der globale Risikoappetit verbesserte. Hintergrund war der RĂźckgang der Ălpreise, da Ăźber eine gemeinsame Freigabe strategischer Ălreserven durch die G7 diskutiert wird, sowie Erleichterung Ăźber Trumps Aussagen, dass der Krieg bald enden kĂśnnte.
⢠Europäische Aktienfutures signalisieren einen festen Handelsstart, mit Euro Stoxx 50 Futures +1,3 %, nachdem der Kassamarkt am Montag 0,6 % im Minus geschlossen hatte.
⢠Ălpreise gaben deutlich nach und haben den gesamten Preissprung zum Wochenbeginn wieder abgegeben. Belastend wirkt die mĂśgliche Freigabe strategischer Reserven durch die G7, sowie Trumps Kommentar, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähere.
⢠Heute im Fokus:
Norwegische CPI-Daten, Handelsbilanzen aus Deutschland und Frankreich, US-NFIB-Umfrage, ADP-Arbeitsmarktdaten, US-Hausverkäufe (Existing Home Sales), EIA-STEO-Report sowie Staatsanleiheauktionen in Deutschland und den USA. Unternehmenszahlen kommen u. a. von Volkswagen.
Iran-Konflikt
⢠Trump erklärte, der Krieg kĂśnne bald beendet sein, und bezeichnete ihn als âpraktisch abgeschlossenâ.
⢠Auf einer republikanischen Konferenz sagte Trump, der Konflikt sei nur eine kurzfristige militärische âExkursionâ, und die USA wĂźrden nicht nachlassen, bis der Gegner besiegt sei.
⢠Laut Trump seien Irans Raketenfähigkeiten auf etwa 10 % reduziert, und wichtige Ziele seien bewusst fßr später aufgehoben worden.
⢠Trump warnte zudem, dass Iran deutlich härter getroffen werde, falls es versuche, den globalen Ălfluss durch die StraĂe von Hormus zu blockieren.
⢠Gleichzeitig berichtete das Wall Street Journal, dass Berater Trump dazu drängen, eine Exit-Strategie fßr den Iran-Konflikt zu finden, um politischen Schaden zu vermeiden.
⢠Die Revolutionsgarden (IRGC) erklärten, sie wĂźrden keine Ălexporte aus der Region zulassen, solange Angriffe fortgesetzt werden.
⢠Zudem kĂźndigte die IRGC an, dass Raketenangriffe kĂźnftig häufiger und mit grĂśĂerer Reichweite erfolgen kĂśnnten.
⢠Irans AuĂenminister Araghchi sagte, Iran habe âviele Ăberraschungenâ vorbereitet und Verhandlungen mit den USA seien derzeit kein Thema.
⢠Iran stellte klar, dass eine Waffenruhe nur mÜglich sei, wenn weitere Aggressionen enden.
⢠Israel fßhrte unterdessen neue Luftangriffe in Teheran durch.
⢠Iran griff US-Ziele in Kuwait sowie Bahrain an; in Manama wurde ein Wohnhochhaus getroffen.
⢠Saudi-Arabien fing eine ballistische Rakete ab.
⢠Israel bereitet sich laut Berichten auf eine längere militärische Kampagne gegen die Hisbollah im Libanon vor.
⢠Frankreichs Präsident Macron sagte, der Krieg kÜnne mehrere Wochen dauern und allein militärische Angriffe kÜnnten Irans System nicht verändern.
US-Markt
Aktien
US-Aktien schlossen letztlich deutlich hÜher, nachdem der Markt zunächst stark schwankte.
Der AuslĂśser war vor allem:
⢠WTI verzeichnete eine der grĂśĂten Tagesbewegungen seiner Geschichte.
Nach Trumps Aussagen Ăźber ein mĂśgliches baldiges Kriegsende:
⢠Ălpreise brachen stark ein
⢠Aktien drehten nach oben
WTI fiel von rund 119 USD auf etwa 81 USD,
Brent von Ăźber 120 USD auf etwa 83 USD.
Alle Sektoren â auĂer Finanzwerte und Energie â drehten in den positiven Bereich.
Indexstände:
⢠S&P 500: +0,84 % (6.797)
⢠Nasdaq 100: +1,32 % (24.967)
⢠Dow Jones: +0,50 % (47.741)
⢠Russell 2000: +1,05 % (2.552)
Asien-Handel
⢠APAC-Aktien stiegen, da sich die Ălpreise stabilisierten und geopolitische Sorgen etwas nachlieĂen.
⢠ASX 200: Gewinne angefßhrt von Rohstoffen, Technologie und Gesundheitswerten.
⢠Nikkei 225: zurßck ßber 54.000 Punkte, unterstßtzt durch niedrigere Renditen und fallende Energiepreise.
⢠Hang Seng und Shanghai Composite ebenfalls im Plus, wobei Festland-Aktien hinterherhinkten wegen neuer Spannungen zwischen USA und China bei den Themen Fentanyl und ZÜlle.
⢠US-Futures konsolidierten nach der starken Erholung vom Vortag.
Devisenmarkt (FX)
⢠Dollarindex (DXY) leicht fester nach vorherigem Rßckgang unter 99.
⢠EUR/USD stabilisierte sich nach einer kurzen Bewegung unter 1,16.
⢠GBP/USD blieb unter Widerstand bei 1,3450.
⢠USD/JPY fiel unter 158, reagierte aber kaum auf japanische Konjunkturdaten.
⢠AUD und NZD gaben nach, trotz starker chinesischer Handelsdaten.
⢠PBoC fixierte USD/CNY bei 6,8982.
Anleihemärkte
⢠US-10-jährige Staatsanleihen erholten sich, da Inflationssorgen mit fallenden Ălpreisen nachlieĂen.
⢠Eine NY-Fed-Umfrage zeigte sinkende Inflationserwartungen fßr ein Jahr auf 3 %.
⢠Bund-Futures stiegen ßber 127, während der Markt auf neue deutsche Handelsdaten und Anleiheauktionen wartet.
⢠JGB-Futures stabil, unterstĂźtzt durch niedrigere Ălpreise und mĂśgliche Reservefreigaben in Japan.
Rohstoffe
⢠Ălpreise fielen deutlich, nachdem der Markt eine mĂśgliche Freigabe strategischer Reserven durch die G7 einpreiste.
⢠Die USA halten eine Freigabe von 300â400 Mio. Barrel fĂźr angemessen.
⢠US-Energieminister Wright bestätigte Gespräche ßber koordinierte Reservefreigaben.
⢠Ein Exportverbot fĂźr US-Ăl wird derzeit nicht diskutiert.
⢠Gold legte leicht zu.
⢠Kupfer stieg ebenfalls, gestßtzt durch die verbesserte Risikostimmung.
Kryptowährungen
⢠Bitcoin stieg und kletterte kurzfristig wieder ßber 70.000 USD.
Makrodaten
China:
⢠Handelsbilanz: 213,6 Mrd. USD (ßber Erwartungen)
⢠Exporte: +19,2 %
⢠Importe: +19,8 %
Japan:
⢠BIP Q4: +0,3 %
⢠annualisiert: +1,3 %
⢠Haushaltsausgaben ßberraschend schwach
Australien:
⢠Konsumentenvertrauen leicht gestiegen
⢠Geschäftsklima rßckläufig
Geopolitik
Russland / Ukraine
⢠Präsident Selenskyj erklärte, Ukraine sei jederzeit bereit fßr neue Friedensgespräche.
⢠Laut Kreml telefonierten Trump und Putin ßber Iran und Ukraine.
Europa / GroĂbritannien
⢠UK-Finanzministerin Reeves sagte, die Regierung sei bereit, Familien angesichts steigender Lebenshaltungskosten zu unterstßtzen.
⢠GroĂbritannien unterstĂźtzt eine koordinierte Freigabe strategischer Ălreserven der IEA.






