Die Aktienmärkte in Asien handeln überwiegend schwächer. Hauptgrund sind erneut steigende Ölpreise. Der Markt sorgt sich zunehmend um Inflation, während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiterhin die Stimmung belasten.
Auch die angekündigte koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven – insgesamt rund 400 Millionen Barrel – konnte den Ölpreis bislang nicht drücken. Investoren sehen diese Maßnahme eher als kurzfristiges Pflaster für einen strukturellen Angebotsschock.
WTI und Brent steigen beide um rund 6,7 %.
Im Hintergrund bleibt die Lage angespannt:
Irak meldete, dass mehrere Ölhäfen nach Angriffen auf Tanker den Betrieb eingestellt haben.
Rohstoffe
Beim Goldpreis sehen wir aktuell ein sehr unruhiges Handelsbild.
Der Preis tendiert leicht schwächer, weil der Dollar fester notiert und die Märkte inzwischen nur noch eine Zinssenkung der Fed im Jahr 2026 erwarten – wahrscheinlich erst im Dezember.
Kupfer konsolidiert nach der gestrigen Erholung leicht.
Unternehmensnachrichten
In Taiwan zeigt sich die Halbleiterindustrie weiterhin robust.
GlobalWafers erwartet eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung, getragen von starker Nachfrage nach 12-Zoll-Wafern für KI-Anwendungen.
Auch Pegatron will stark vom KI-Boom profitieren und plant, seine Umsätze im AI-Servergeschäft mehr als zu verzehnfachen.
Die drei großen Technologieparks Taiwans meldeten 2025 zusammen einen Rekordumsatz von 5,8 Billionen Taiwan-Dollar, ein Wachstum von über 21 % gegenüber dem Vorjahr.
In Japan steht die Energiepolitik im Fokus.
Die Regierung kündigte an, bereits ab dem 16. März strategische Ölreserven freizugeben, darunter private Bestände für 15 Tage sowie staatliche Reserven für einen Monat.
Unternehmensseitig arbeitet Kyocera an neuen PCIe-6.0-Optikmodulen für Rechenzentren, während SoftBank-Tochter PayPay laut Berichten rund 880 Millionen Dollar über einen Börsengang eingesammelt hat.
Ein geopolitischer Vorfall betrifft Mitsui O.S.K. Lines:
Ein Containerschiff des Unternehmens wurde in der Nähe der Straße von Hormus beschädigt.
In Südkorea verschärft sich der Wettbewerb um Talente in der Halbleiterindustrie, da heimische Firmen, TSMC und US-Technologiekonzerne aggressiv Personal anwerben.
Gleichzeitig beteiligt sich Südkorea am IEA-Programm und wird 22,46 Millionen Barrel aus seinen Ölreserven freigeben.
Kurzfazit
Die Märkte stehen aktuell zwischen zwei Kräften:
Einerseits starke strukturelle Nachfrage – vor allem durch KI und Halbleiter.
Andererseits ein geopolitischer Öl-Schock, der Inflationserwartungen wieder anheizt.
Solange Öl weiter steigt, bleibt das Risiko bestehen, dass sich die globale Marktvolatilität erhöht.






