Morning Briefing

February 4, 2026

Politik / Macro
• US-Präsident Donald Trump hat das USD-1,2-Bio.-Ausgabengesetz unterzeichnet und damit den Government Shutdown beendet.
Erwartetes Ereignis – bislang kaum Marktreaktion.

FX
DXY: Seitwärts nach jüngster Schwäche, klare Impulse fehlen.
EUR/USD: Leicht fester, aber begrenztes Aufwärtspotenzial vor den Eurozonen-Inflationsdaten.
GBP/USD: Stabil; Fokus liegt auf der kommenden Zinsentscheidung der Bank of England.
USD/JPY: Weiter aufwärts – der Yen bleibt schwach.
AUD / NZD: Rangebound bei gemischter Risikostimmung in Asien.

Rates
US-Treasuries: Kaum verändert, Markt wartet auf die Treasury Refunding Announcement.
Bunds: Moderate Erholung vor HICP-Daten und Neuemissionen.
JGBs: Ruhiger Handel ohne große Datenimpulse.

Japan – wichtiger neuer Risikofaktor
• Die Bank of Japan wird laut Quellen nicht eingreifen, um einen möglichen Bond-Abverkauf zu stoppen, der mit der Politik von Premierministerin Sanae Takaichi in Verbindung gebracht wird.

Regierung sollte nicht auf Unterstützung der Notenbank setzen, falls Renditen stark steigen.

Warum das relevant ist:
• Intervention wäre teuer.
• Gefahr einer unerwünschten Yen-Abwertung.
• Höhere Renditen werden offenbar eher toleriert.

Marktbedeutung:
→ Japan entwickelt sich wieder zu einem echten Zwei-Wege-Zinsmarkt.
→ Steigende JGB-Renditen können globale Renditen nach oben ziehen (Term-Premium).
→ Carry-Trades werden anfälliger für abrupte Bewegungen.

Asien / Unternehmen
Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL): Erhöht wohl Beteiligung an Kathoden-Unit auf 33%.
CK Hutchison Holdings: Startet Schiedsverfahren gegen Panama.
Country Garden: Vertragsverkäufe im Januar −2,2% YoY.
Hong Kong Monetary Authority: Projekte zu Quantum-Readiness und Cybersecurity gestartet.

Geopolitik / Strategie
• EU erwägt Rohstoff-Partnerschaft mit den USA, um Chinas Einfluss zu begrenzen.
• China forciert Fortschritte bei 6G und Quantum-Technologie.
• Zusätzliche Liquidität der PBoC vor dem Lunar New Year erwartet.

Kontext von gestern
• Dollar schwächer trotz starkem ISM.
• Kurzzeitige geopolitische Spannungen stützten Treasuries (Safe Haven).
• Verzögerte Daten wie JOLTS könnten nun zeitnah nachgeholt werden.

Makro-Takeaway:
Der Shutdown ist vom Tisch – ein Tail-Risiko weniger.
Aber: Märkte bleiben aktuell datengetrieben und impulsarm.

Die nächsten echten Bewegungen dürften kommen durch:
• US-Arbeitsmarktdaten
• Eurozonen-Inflation
• Zentralbank-Signale

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