IRAN-KONFLIKT
Die US-Delegation unter Führung von Vizepräsident Vance hat die Gespräche mit dem Iran in Pakistan nach 21 Stunden ohne Einigung beendet und ist in die USA zurückgekehrt. Vance erklärte, die USA hätten eine klare Zusage gefordert, dass Iran keine Atomwaffen anstrebt, und ein „finales und bestes Angebot“ hinterlassen.
US-Präsident Trump kündigte an, dass die US Navy damit beginnen wird, sämtliche Schiffe zu blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Das US Central Command bestätigte den Start der Blockade für den 13. April um 17:00 Uhr israelischer Zeit, wobei der Transit durch die Straße von Hormus für nicht-iranische Ziele nicht eingeschränkt werden soll.
Trump erklärte, dass die meisten Punkte der Gespräche geklärt seien, mit Ausnahme der Nuklearfrage, die entscheidend bleibe. Er betonte, dass die USA militärisch bereit seien und warnte vor Konsequenzen bei Angriffen auf US-Einheiten oder zivile Schiffe. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass Iran letztlich nachgeben werde.
Die iranische Seite verwies auf weiterhin bestehende Differenzen, insbesondere bei der Straße von Hormus und nuklearen Rechten. Gespräche seien von Misstrauen geprägt gewesen, sollen jedoch fortgesetzt werden. Iran betonte zudem, dass eine Blockade keine Auswirkungen haben werde.
Zusätzlich prüfen die USA laut Berichten mögliche begrenzte Militärschläge, während gleichzeitig eine diplomatische Lösung offen bleibt.
MÄRKTE USA
US-Aktien schlossen am Freitag uneinheitlich und weitgehend richtungslos. Der Nasdaq 100 verzeichnete leichte Gewinne, während der S&P 500 leicht im Minus schloss. Die Mehrheit der Sektoren entwickelte sich schwach, mit Ausnahmen im Technologie-, Material- und zyklischen Konsumbereich.
Die geopolitische Lage dominierte das Marktgeschehen, insbesondere mit Blick auf die Gespräche zwischen den USA und Iran. Ölpreise zeigten sich volatil und schlossen letztlich schwächer.
ASIEN & GLOBALER HANDEL
Die asiatischen Aktienmärkte gaben nach, nachdem die Gespräche zwischen den USA und Iran ohne Ergebnis beendet wurden. Steigende Ölpreise belasteten insbesondere energieintensive Sektoren, während Energieunternehmen zulegen konnten.
US-Futures notierten zum Wochenstart schwächer, und europäische Futures deuten auf eine deutlich negative Eröffnung hin, mit Euro Stoxx 50 Futures rund 1,4 % im Minus.
DEVISEN
Der US-Dollar legte zu, gestützt durch steigende Ölpreise und eine zunehmende Risikoaversion. EUR/USD fiel unter die Marke von 1,17, während GBP/USD unter Druck blieb. USD/JPY tendierte fester.
ANLEIHEN
US-Treasuries gaben nach, da der Anstieg der Ölpreise Inflationssorgen verstärkte. Auch Bund-Futures gerieten unter Druck, während japanische Renditen auf Mehrjahreshochs stiegen.
ROHSTOFFE
Ölpreise zogen deutlich an, wobei Brent wieder über 100 USD pro Barrel notierte, ausgelöst durch das Scheitern der Gespräche und die angekündigte Blockade in der Straße von Hormus.
Saudi-Arabien stellte die volle Kapazität seiner Ost-West-Pipeline wieder her. Indien erhöhte Exportzölle auf Diesel und Kerosin. Gold gab zunächst nach, stabilisierte sich jedoch im weiteren Verlauf. Kupferpreise standen unter Druck.
KRYPTO
Bitcoin konnte sich leicht von den Verlusten am Wochenende erholen und testete erneut die Marke von 71.000 USD.
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