Morning Briefing 10.02.2026

February 10, 2026

  • Daten: Norwegische CPI (Jan), US-NFIB (Jan), ADP-Arbeitsmarktbericht, Employment Cost Index (Q4), US-Einzelhandelsumsätze (Dez), EIA STEO.
  • Redner: Fed-Mitglieder Hammack und Logan.
  • Anleiheangebot: Niederlande, UK, Deutschland, USA.
  • Unternehmenszahlen u. a. von Coca-Cola, S&P Global, Gilead, Robinhood, Welltower, Duke Energy, Datadog, Ford, AIG, Xylem, Spotify, AstraZeneca, BP, Barclays, Ferrari, Mediobanca und Kering.

US-Märkte:

  • S&P 500 +0,42 % bei 6.961
  • Nasdaq 100 +0,77 % bei 25.268
  • Dow Jones +0,04 % bei 50.136
  • Russell 2000 +0,68 % bei 2.689
    Technologiewerte führten die Gewinne an; Consumer Staples und Healthcare entwickelten sich schwächer.

Handel / Zölle:

  • Mögliches Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi im April ist laut Weißem Haus noch nicht finalisiert.
  • US-Demokraten könnten eine Abstimmung zur Aufhebung der Kanada-Zölle erzwingen.
  • USA und Bangladesch erzielten eine Vereinbarung über gegenseitigen Handel; US-Zölle sollen auf 19 % reduziert werden, mit möglichen Nullzöllen für bestimmte Textil- und Bekleidungswaren.
  • Bericht zufolge plant die US-Regierung Ausnahmen für Unternehmen wie Amazon, Google und Microsoft bei kommenden Chip-Zöllen, gekoppelt an Investitionszusagen von TSMC.
  • Entwurf für Vereinbarungen zu Rechenzentren soll steigende Strompreise und Belastungen der Infrastruktur begrenzen.

Notenbanken / Politik:

  • Fed-Mitglied Miran: bislang keine signifikante tarifbedingte Inflation sichtbar; Zinsen sollten deutlich niedriger sein.
  • Fed-Mitglied Bostic: volatile Arbeitsmarktdaten sprechen für Vorsicht; erste Fragen zum Vertrauen in den US-Dollar.
  • Trump: US-Wirtschaft könne um 15 % wachsen, wenn Fed-Nominierter Warsh erfolgreich sei; äußerte Kritik an Powell.
  • CBO: US-Haushaltsdefizit im Januar bei 94 Mrd. USD (zuvor 143 Mrd.).

Asien-Pazifik:

  • Regionale Aktien überwiegend höher nach US-Vorgaben.
  • Nikkei 225 auf Rekordniveau nahe 58.000; SoftBank mit starken Zugewinnen.
  • ASX 200 leicht im Plus, gebremst durch Finanzwerte und defensive Sektoren.
  • Hang Seng höher, Shanghai weitgehend unverändert.
  • US- und europäische Futures leicht schwächer.

Devisen:

  • DXY weitgehend unverändert.
  • EUR/USD über 1,1900.
  • GBP/USD unter 1,3700, hält jedoch jüngste Gewinne.
  • USD/JPY fällt weiter nach japanischer Wahl und steigenden Erwartungen an geldpolitische Straffung.
  • PBoC setzte den USD/CNY-Mittelpunkt bei 6,9458 (Erwartung 6,9135; zuvor 6,9523).

Rentenmärkte:

  • 10-jährige US-Treasury-Futures seitwärts; Angebot belastet Nachfrage, u. a. durch eine siebenstufige Anleiheemission von Alphabet über 20 Mrd. USD.
  • Bund-Futures stabil vor deutschen Auktionen (5 Mrd. EUR Bobls, 2,5 Mrd. EUR Bunds).
  • 10-jährige JGB-Futures erholten sich trotz schwächerer inflationsindexierter Auktion.

Rohstoffe:

  • Ölpreise konsolidierten nach vorherigen Gewinnen; Katar verschob den Start seiner LNG-Erweiterung auf Ende 2026. Zudem beschlagnahmten US-Kräfte einen von Venezuela auslaufenden Öltanker.
  • Gold leicht schwächer, weiterhin über 5.000 USD/oz.
  • Kupfer gibt nach.

Krypto:

  • Bitcoin unter 70.000 USD in volatilem Handel.

Weitere Asien-News:

  • Japans Finanzministerin Katayama: Diskussion über Nutzung des Haushaltsüberschusses geplant.
  • Französisches Beratungsgremium empfiehlt Maßnahmen zur Verringerung von Wettbewerbsunterschieden gegenüber China, u. a. 30 %-Zoll oder Euro-Abwertung.
  • FTSE Russell verschiebt Indexüberprüfung für Indonesien.

Daten:

  • Australien Westpac Consumer Confidence: 90,5 (zuvor 92,9)
  • NAB Business Confidence: 3 (unverändert)
  • NAB Business Conditions: 7 (zuvor 9)

Geopolitik:

  • Weißes Haus: Trump unterstützt keine israelische Annexion des Westjordanlands.
  • EU prüft Optionen für schrittweise Mitgliedschaftsrechte der Ukraine.
  • Vorschlag zur Aufnahme von acht russischen Raffinerien in das 20. Sanktionspaket.
  • China kündigt entschlossenes Vorgehen gegen taiwanische Unabhängigkeitsbestrebungen an.
  • USA führten einen Militärschlag auf ein Schiff im östlichen Pazifik durch.
  • Fortschritte bei einem möglichen Grönland-Abkommen laut US-Innenminister.

Europa / UK:

  • UK Retail Sales Monitor (Jan) +2,3 % YoY (Erwartung 1,2 %; zuvor 1,0 %).
  • EZB-Präsidentin Lagarde erwartet Inflation bei 2 % und betont einen datenabhängigen Ansatz.
  • EZB-Mitglied Nagel sieht Inflationsrisiken derzeit als weitgehend ausgeglichen und bezeichnet das aktuelle Zinsniveau als angemessen.

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