SONNTAG
Japan – Durchschnittliche Bareinkommen:
Die Dezember-Daten zu den durchschnittlichen Bareinkommen werden erwartet, mit einem Konsens von +1,0% J/J nach zuvor +0,5%. Der starke Rückgang im November spiegelte vor allem niedrigere Sonderzahlungen wider, wodurch die Reallöhne angesichts weiterhin erhöhter Inflation deutlich negativ blieben. ING rechnet im Dezember mit einer klaren Erholung dank kräftiger Winterboni und nachlassender Inflation, was die Reallöhne wieder ins Positive drehen könnte. Eine nachhaltige Verbesserung der Lohndynamik würde das Vertrauen der BoJ in eine Lohn-Preis-Spirale stärken und Zinserhöhungen ab Q2 unterstützen.
Japan – Vorgezogene Neuwahl:
Premierministerin Takaichi hat für den 8. Februar Neuwahlen ausgerufen, um von ihrer hohen Zustimmung zu profitieren und die knappe Mehrheit der LDP im Unterhaus auszubauen. Eine aktuelle Umfrage deutet darauf hin, dass die Regierungskoalition über 300 Sitze gewinnen könnte – deutlich mehr als die für eine einfache Mehrheit benötigten 233 – und damit sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreichen könnte.
Mögliche Marktreaktionen:
- LDP-Sieg: Steilere JGB-Zinskurve, möglicher Anstieg von Nikkei und USD/JPY aufgrund expansiver Fiskalpolitik.
- Koalition mit weiteren Parteien: Mehr fiskalische Unsicherheit; Risiko eines stärkeren Ausverkaufs bei JGBs.
- Niederlage der LDP: Flachere Zinskurve und stärkerer JPY, da größere fiskalische Disziplin sowie höhere Toleranz für BoJ-Zinserhöhungen erwartet würden.
MONTAG
Japan – Economy Watchers Survey:
Der Index für die aktuelle Lage fiel im Dezember auf 48,6 (unter der Wachstumsschwelle von 50), während der Ausblick auf 50,5 stieg. Die BoJ beobachtet die Umfrage genau als Frühindikator für Konsum und Dienstleistungsdynamik. Verbesserte Stimmung im Servicesektor würde die These einer nachhaltigeren Dienstleistungsinflation stützen.
Weitere Daten:
- Schweizer Konsumentenvertrauen (Jan)
- Mexikanische Inflation (Jan)
- US-Inflationserwartungen der Verbraucher (Jan)
- Australische Haushaltsausgaben (Dez)
DIENSTAG
- EIA Short-Term Energy Outlook
- Vorläufige norwegische Inflation (Jan)
- US NFIB Small Business Survey (Jan)
- Wöchentliche ADP-Daten, Employment Cost Index (Q4)
- US Export- und Importpreise (Dez)
MITTWOCH
BoC-Protokoll:
Nach der Entscheidung im Januar, den Leitzins bei 2,25% zu belassen, betonte die Notenbank die erhöhte Unsicherheit und ihre Bereitschaft zu reagieren. Inflationsprognosen blieben kurzfristig stabil, während die BIP-Erwartungen für 2026 angehoben wurden. Gouverneur Macklem warnte davor, wirtschaftliche Schwäche falsch zu interpretieren – insbesondere wenn sie strukturell statt zyklisch bedingt ist – da voreilige Zinssenkungen zukünftige Inflation anheizen könnten. Der Markt preist aktuell rund 9 Basispunkte an Zinserhöhungen bis Jahresende ein.
China – Inflation:
Nach 0,8% J/J CPI im Dezember (34-Monatshoch) wird für Januar eine Abschwächung auf etwa 0,5% erwartet. Produzentenpreise dürften weiterhin negativ bleiben (ca. -1,3%), wenn auch weniger stark. Trotz höherer Headline-Inflation bleibt die Nachfrage schwach; Überkapazitäten und Fabrikpreisdeflation wirken weiterhin belastend. Entsprechend wird kaum Einfluss auf Erwartungen zusätzlicher politischer Stimuli gesehen.
US-Arbeitsmarktbericht (verschoben):
Der Januar-Bericht erscheint nun am 11. Februar aufgrund des teilweisen Government Shutdowns. Die Daten zeigen weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen bei 210k, Anschlussanträge sanken auf 1,827 Mio. Wells Fargo erwartet rund 80k neue Stellen bei stabiler Arbeitslosenquote von 4,4%. Risiken für höhere Arbeitslosigkeit bestehen dennoch, während Revisionen darauf hindeuten könnten, dass das Beschäftigungswachstum im vergangenen Jahr schwächer war. Die Fed sieht insgesamt geringere Risiken für ihr Beschäftigungsmandat, bleibt aber vorsichtig.
DONNERSTAG
UK – BIP (vorläufig):
Für Q4 wird ein Wachstum von 0,1% Q/Q erwartet (zuvor 0,2%), mit 1,3% J/J. Das Dezember-BIP soll um 0,3% M/M steigen. Investec rechnet mit etwas schwächeren 0,2%, sieht jedoch Unterstützung durch stabile Services, eine moderate Erholung im Bau sowie Nachholeffekte aus der Autoindustrie. Insgesamt könnte Q4 bei 0,2% landen und damit eine solide Ausgangsbasis für stärkeres Wachstum im Q1 schaffen.
Weitere Termine:
- IEA Oil Market Report
- Informelles EU-Spitzentreffen
- Japanische Produzentenpreise (Jan)
- US Erstanträge & fortlaufende Arbeitslosenhilfe
- US bestehende Hausverkäufe (Jan)
- Südkoreanische Export-/Importpreise (Jan)
FREITAG
US CPI (verschoben auf 13. Februar):
Die Fed beschreibt die Wirtschaft als „solide“, betont jedoch, dass die Inflation weiterhin „etwas erhöht“ ist. Powell erklärte, dass die meisten Preisüberschreitungen aus Güterpreisen stammen – vor allem durch Zölle – und eher einmalig seien. Viele dieser Effekte hätten bereits ihren Höhepunkt überschritten; ein weiteres Nachlassen könnte geldpolitische Lockerungen ermöglichen.
Kurzfristige Inflationserwartungen sind zurückgegangen, langfristige signalisieren Vertrauen in das 2%-Ziel. Wir haben viel über CPI gesprochen – Base Case: 2.5 %
Weitere Daten:
- Indischer Großhandelspreisindex (Jan)
- Schweizer CPI (Jan)
- Eurozone Beschäftigung (vorläufig, Q4)
- Eurozonen-BIP (2. Schätzung, Q4)







