CPI USA – Einordnung 12.03.2026

March 12, 2026

Die Gesamtinflation (Headline CPI) lag im Februar bei 2,41 % im Jahresvergleich und beschleunigte sich damit leicht um 2 Basispunkte gegenüber dem Vormonat. Das entspricht genau der Einschätzung, die wir im Laufe des Monats besprochen hatten: Inflation bewegt sich aktuell seitwärts bis leicht nach oben.

Der größte Inflationstreiber im Februar waren Nahrungsmittel und Energie. Diese beiden Kategorien sorgten für den Aufwärtsdruck auf die Gesamtinflation.

Gleichzeitig gab es disinflationäre Entwicklungen in den Bereichen Kernwaren (Core Goods) und Kernservices (Core Services).

Bei den Kernwaren kam der stärkste disinflationäre Effekt von gebrauchten Autos und Lastwagen. Insgesamt zeigten 5 von 8 Unterkategorien rückläufige Preisentwicklungen. Gegenläufig wirkten jedoch steigende Preise bei Haushaltswaren und Einrichtung, Bekleidung sowie Freizeitgütern.

Im Bereich der Dienstleistungen war vor allem der Wohnungssektor (Shelter) für den disinflationären Impuls verantwortlich. Die Core Services, ohne Wohnkosten blieben dagegen weitgehend unverändert.

Die Disinflation bis 2026 wird vor allem durch zwei Faktoren getrieben:

  1. Sinkende Mietinflation, da sich Veränderungen der Marktmieten zeitverzögert in den offiziellen Daten widerspiegeln.
  2. Abkühlendes Lohnwachstum, das den Preisdruck im Dienstleistungssektor reduziert.

Kurzfristig könnte diese Entwicklung jedoch von einem anderen Faktor überlagert werden.

Der extreme Preisanstieg bei Öl und Gas – ein Move von über +3 Sigma – dürfte in den kommenden Monaten den Headline-Inflationspfad dominieren, weil Energiepreise sehr schnell in die Gesamtinflation durchschlagen.

Noch klarer wird diese Dynamik im Blick auf März.

Eine deutliche Beschleunigung der Inflation auf etwa 2,85 % im Jahresvergleich, was einer sequenziellen Beschleunigung um rund 44 Basispunkte entspricht, ist mindestens zu erwarten.

Sowohl das Upside- als auch das Downside-Szenario deuten weiterhin auf eine Beschleunigung hin – nur das Ausmaß variiert.

Der Energiekomplex gewinnt aktuell massiv an Einfluss. Die steigenden Energiepreise infolge des Iran-Konflikts erhöhen den Inflationsdruck bei Energie-Rohstoffen, während gleichzeitig die Inflation bei Energiedienstleistungen ohnehin bereits relativ hoch bleibt.

Diese Dynamik dürfte kurzfristig die disinflationären Effekte aus Wohnkosten und Dienstleistungen überlagern.

Mit anderen Worten:

Der strukturelle Disinflationstrend bleibt intakt
aber Energiepreise könnten den Inflationspfad kurzfristig wieder nach oben ziehen.

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