ERGEBNIS DER GESPRÄCHE
US-Vizepräsident JD Vance sagte, dass die US-Verhandler nach 21 Stunden Gesprächen ohne Einigung zurückgekehrt seien.
Vance sagte, die USA hätten eine klare Zusage gefordert, dass Iran weder eine Atomwaffe anstrebt noch die Mittel entwickelt, um schnell eine solche zu erlangen.
Vance sagte, die USA hätten ein „finales und bestes Angebot“ hinterlassen.
Zur iranischen Delegation gehörten Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Araghchi.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Baqaei, sagte, jeder Erfolg hänge davon ab, dass die USA überzogene Forderungen und rechtswidrige Anforderungen unterlassen und mit Ernsthaftigkeit sowie in gutem Glauben verhandeln.
Iranische Berichte besagten, dass es in mehreren Punkten Uneinigkeit gab und dass die Amerikaner über Verhandlungen das forderten, was sie durch Krieg nicht erreichen konnten.
Iranische Berichte nannten zudem Differenzen bei der Straße von Hormus sowie bei der Nukleartechnologie, unter anderem.
Vance wurde später beim Boarding von Air Force Two gesehen; Vance sagte: „Wir kehren in die Vereinigten Staaten zurück, ohne eine Einigung erzielt zu haben.“
Der Fokus richtet sich nun auf den Zustand der Waffenruhe nach diesen Gesprächen.
ZENTRALE STREITPUNKTE
Libanon: Iran wollte, dass Israels Kampagne im Libanon als Teil des umfassenderen Waffenstillstandsrahmens behandelt wird, während die USA und Israel erklärten, der Libanon sei kein Bestandteil eines Iran-USA-Waffenstillstands.
Straße von Hormus: Iran wollte seine Autorität über die Wasserstraße anerkannt wissen und eine sichere Passage an weitergehende Bedingungen knüpfen; die USA wollten die Route ohne iranische Einschränkungen für die Schifffahrt geöffnet sehen.
Nuklearfrage: Die USA verlangten eine langfristige Verpflichtung, dass Iran keine Atomwaffe entwickelt, während Iran seine Rechte zur Urananreicherung sichern wollte.
Sanktionen und eingefrorene Vermögenswerte: Iran forderte Sanktionslockerungen und Zugang zu blockierten Geldern.
Reparationen: Iran verlangte Entschädigungen für Kriegsschäden.
Raketen: Die USA und Israel wollten die iranischen Raketenfähigkeiten reduzieren, während Teheran dies als Kernfrage seiner Souveränität betrachtete.
US-Militärpräsenz: Iran forderte umfassendere Nichtangriffsgarantien und Druck auf die US-Präsenz in der Region.
USA
Vance sagte, die USA hätten sich in den Verhandlungen flexibel und entgegenkommend gezeigt.
Er sagte, die zentrale Frage bleibe, ob Iran bereit ist, eine grundlegende langfristige Verpflichtung einzugehen, keine Atomwaffe zu entwickeln.
Er sagte, diese Verpflichtung sei nicht erreicht worden.
IRANISCHE POSITION
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Baqaei, sagte, die Gespräche seien intensiv gewesen und hätten die Straße von Hormus, die Nuklearfrage, Reparationen, Sanktionen sowie ein Kriegsende umfasst.
Er sagte, der Prozess hänge von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der USA ab.
Iranische Berichte besagten, dass Teheran es mit den Verhandlungen nicht eilig habe.
Iranische Berichte erklärten zudem, die amerikanische Seite scheine nach einem Vorwand zu suchen, den Verhandlungstisch zu verlassen.
TRUMP / NETANYAHU
Trump sagte, es mache für ihn keinen Unterschied, ob eine Einigung erzielt werde, da die USA bereits gewonnen hätten.
Der israelische Premierminister Netanyahu sagte, der Krieg mit Iran sei trotz historischer Erfolge noch nicht beendet.
Netanyahu erklärte zudem, Israel strebe die vollständige Entwaffnung der Hisbollah im Libanon an.
STRAßE VON HORMUS (SAMSTAG)
US-Kriegsschiffe der Marine durchquerten am Samstag (11. April) die Straße von Hormus – die erste solche Passage seit Beginn des Kriegs mit Iran vor sechs Wochen.
Das US Central Command erklärte, dass zwei Lenkwaffenzerstörer — USS Frank E. Petersen Jr. und USS Michael Murphy — die Passage abgeschlossen hätten und bezeichnete dies als Mission zur Wahrung der Navigationsfreiheit sowie zur Vorbereitung der Räumung von Seeminen.
Der Schritt erfolgte während US-Iran-Friedensgesprächen in Islamabad im Rahmen einer zweiwöchigen Waffenruhe.
Iranische Offizielle bestritten, dass US-Schiffe in die Meerenge eingefahren seien.
Iranische Berichte deuteten darauf hin, dass mindestens ein US-Zerstörer nach Warnungen und UAV-Kontakt umgedreht habe.
US-Offizielle wiesen diese Darstellung zurück und erklärten, die Schiffe seien planmäßig in den Persischen Golf eingefahren und wieder zurückgekehrt, was darauf hindeutet, dass sie ihre kurze Mission im Golf abgeschlossen und anschließend in die Arabische See zurückgekehrt sind, anstatt – wie von Iran behauptet – in einem Rückzug umzukehren.










