Man of the People. “The Donald”

January 16, 2026

und was das für die Märke bedeutet.

In den Märkten ist ein klarer Prozess das, was dich davor schützt, in den falschen Momenten emotionale Entscheidungen zu treffen. Wir starten jeden Morgen mit einem sauberen Blatt und lassen den Markt entscheiden, was zu tun ist. Das Ziel ist nicht, bei jeder einzelnen Entscheidung richtig zu liegen. Das Ziel ist, häufiger zu gewinnen als zu verlieren und Gewinner so lange zu halten, bis es Zeit ist auszusteigen.

Wenn du aktuell darüber nachdenkst, Gewinne mitzunehmen und Risiko vom Tisch zu nehmen, weil sich alles „bubblig“ anfühlt und Analysten zunehmend über den „Sell America“-Trade sprechen, dann würde ich diesen Gedanken noch einmal parken. Er ist nicht falsch, denn die Narrative haben sich verschoben. Aber das zugrunde liegende Setup ist unverändert.

Die Administration hat seit Jahresbeginn sehr klar gemacht, dass die Verbesserung der Lebenshaltungskosten oberste Priorität hat. Es ist ein Wahljahr, und diese Maßnahmen sollen spürbar und sichtbar sein.

Zwei zentrale Beispiele bisher:

Kreditkarten: Am 9. Januar hat Trump einen einjährigen Deckel von 10 % APR auf Kreditkartenzinsen ins Spiel gebracht, mit möglichem Start am Dienstag, dem 20. Januar. Ob das tatsächlich Gesetz wird, ist fast zweitrangig. Entscheidend ist das Signal. Die Ankündigung hat sofort Druck auf Kreditgeber ausgeübt. Capital One, Synchrony und American Express wurden direkt verkauft, große Banken mussten Stellung beziehen und gerieten ebenfalls unter Abgabedruck. Die Botschaft ist klar: Die Regierung ist bereit, Kreditgeber zu mehr Verbraucherfreundlichkeit zu zwingen, selbst wenn das die Zinsmargen schmälert und zu restriktiverer Kreditvergabe führt.

Immobilien: Das ist der größere, strukturellere Hebel. Am 8. Januar kündigte Trump an, seine Vertreter anzuweisen, rund 200 Milliarden US-Dollar an hypothekenbesicherten Wertpapieren zu kaufen – nur einen Tag nachdem er angekündigt hatte, große institutionelle Käufer im Wohnimmobilienmarkt einzuschränken. Ziel ist es, Hypothekenzinsen zu drücken. Stand heute liegt der 30-jährige Festzins bei 6,16 %, deutlich unter den 6,7 % vom Juli. Je tiefer die Zinsen fallen, desto mehr Aktivität wird freigesetzt: Refinanzierungen, Käufe, Verkäufe. Rund jede fünfte Hypothek liegt aktuell über 6 %. Das heißt: Zinssätze unter 6 % können erhebliche Dynamik im Immobilienmarkt auslösen.

All das ist relevant, weil es ein klar pro-riskantes Umfeld schafft. Wenn der Präsident deutlich macht, dass sein Ziel darin besteht, die finanziellen Bedingungen zu lockern – oder es zumindest so aussehen zu lassen –, dann nimmt das Volatilität aus dem Markt und legt einen Boden unter die Wachstumserwartungen.

Kombiniert man das mit Steuersenkungen, Zinssenkungen, möglichen Zoll-Stimuluszahlungen und einem hot hot bullischem Makroregime, wird das Bild eindeutig. Mit einem bullishen Trend im S&P 500, einem bearishen Trend im VIX sollte es nicht überraschen, wenn der S&P 500 eine „7 vorne“ sieht. Das obere Ende der aktuellen Risikospanne liegt heute Morgen bei 7.021 Punkten.

Das ist nicht erst heute entstanden, sondern die Anzeichen waren vor 6-9 Monaten schon da. Die Idee war, dass man ein mögliches Wachstumsloch in den ersten 6–12 Monaten bequem der vorherigen Administration zuschreiben kann.

Deshalb begann alles mit DOGE und Zöllen. Jetzt folgen leichte Vergleichswerte, Steuersenkungen und der Rest des fiskalischen Pakets mit Blick auf die Midterms.

Wenn man sich die aktuellen Risikospannen anschaut und sieht, wie viele Assets im Bullish Trend liegen, dann sollte man sich gut überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, Kapital an die Seitenlinie zu stellen, während wir in die zweite Phase der Rally eintreten.

Bleib beim Prozess, der sich immer wieder bewährt. Wenn es Zeit ist, auszusteigen, werden wir das genau so nüchtern und prozessorientiert kommunizieren und umsetzen. 

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